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> ber bse Drogen und gute Medikamente
  Geschrieben am: 21.02.2007, 18:51
ber bse Drogen und gute Medikamente

Weiter Streit ber medizinische Abgabe von Heroin


Von Karolin Fischer




Die staatlich kontrollierte Abgabe von Heroin an schwerstschtige Junkies gilt so manchem als brisantes Thema. Obwohl Studien eine erfolgreiche Behandlung mit dem Prparat Diamorphin, einem synthetischen Heroin, besttigen, denken Unionspolitiker ber die Einstellung des Modellprojekts zur Heroinsubstitution nach.

Nicht immer leicht nachvollziehbar sind die Wege der Politik. 2002 wurde in sieben deutschen Stdten eine 30 Millionen Euro teure Studie gestartet, um die Wirksamkeit eines vielversprechenden Prparats an schwer kranken Patienten zu testen. Bei einem positiven Ergebnis sollte die Substanz als Medikament zugelassen werden. Ein blicher Vorgang, der den rzten ermglicht zwischen verschiedenen Behandlungen zu whlen, denn nicht jeder Patient reagiert in gleicher Weise auf ein Medikament.

Die Erfolgsaussichten waren von Beginn an sehr hoch, zumal in anderen Lndern wie England, der Schweiz und den Niederlanden hnliche Studien zu positiven Ergebnissen fhrten, und das Medikament sich dort bereits in der Praxis bewhrt hatte. Tatschlich war die Studie ein voller Erfolg. Das neue Prparat bewirkte bei einem signifikant hherem Teil der Patienten eine Besserung ihres Krankheitsbildes als in der Vergleichsgruppe, die mit dem herkmmlichen Mittel behandelt wurden.

Die zustndige Behrde empfahl daraufhin die Zulassung als Medikament. Da es sich bei dem Prparat allerdings um das besagte Diamorphin handelt, bedarf es einer nderung des Betubungsmittelgesetzes. Dies weckt Widerstnde. Unionspolitiker wollen das Modellprojekt Heroinsubstitution fr Schwerstabhngige beenden und die Zulassung fr Diamorphin als Medikament zu den Akten legen.

Eine Entscheidung, die wohl bei keinem anderen Medikament und bei keiner anderen Krankheit so getroffen worden wre. "Ethisch unverantwortlich" nennt deshalb auch der Leiter der Studie, Christian Haasen, eine Beendigung des Programms. "Es bedeutet, den Patienten die einzige wirksame Behandlung, die wir kennen, zu verweigern." Diamorphin wird unter rztlicher Aufsicht an schwerstabhngige Junkies abgegeben, an langjhrig Schtige, bei denen alle anderen Behandlungsmethoden in der Vergangenheit erfolglos geblieben waren. Bei mehr als 70 Prozent von ihnen hat sich eine deutliche Besserung des Gesundheitszustandes eingestellt, psychisch und krperlich, und die soziale Integration hat sich massiv verbessert. Viele hatten sogar wieder eine Arbeit gefunden. Ein Wert, der weit ber dem der Methadonbehandlung liegt.

Auch evangelische und katholische Kirchenvertreter haben sich zu diesem ethische Problem positioniert. In einem offenen Brief haben sich die evangelischen Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg, das katholische Stadtdekanat Bonn sowie eine katholische Initiative aus Gera fr die Fortfhrung der Studie ausgesprochen.

Obwohl es aus medizinischer und ethischer Sicht keine Argumente gegen die Zulassung von Heroin als Medikament gibt, versuchen einige konservative Politiker, in vorderster Front die CSU-Bundestagsabgeordnete Maria Eichhorn und der CSU-Gesundheitspolitiker Jens-Spahn, die Debatte durch die Propaganda von Vorurteilen zu gewinnen. Doch es geht nicht um den „Kick auf Krankenschein“ oder gar die Legalisierung von Heroin. Im Gegenteil. Dieses Prparat stellt ein wirksames Instrument in der Behandlung der Sucht und damit auch in der Eindmmung von Schwarzmarkt und Beschaffungskriminalitt dar.

Sicher, Heroinsubstitution ist teurer als Methadon. Doch die Mehrkosten resultieren aus der intensiveren Betreuung der Patienten. Aber da sie auch deutlich erfolgreicher ist, relativieren sich die Summen. Mittelfristig machen die Einsparungen fr das Gesundheits- und Gemeinwesen durch die soziale und gesundheitliche Stabilisierung der Schtigen die Mehrkosten wett.

Problematisch ist wohl eher, dass Heroinabhngige immer noch in weiten Teilen von Politik und Gesellschaft als Patienten zweiter Klasse angesehen werden. Auerdem erliegt die Behandlungsmethode mit Heroin ihrer Stigmatisierung als "bse" Droge bekannt zu sein. Damit bleibt das Prparat als "gutes" Medikament fr viele schwer vorstellbar.

Verffentlicht: 21. Februar 2007



Quelle




mfg. Zar Zaun




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Zar Zaun
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  Geschrieben am: 21.02.2007, 21:41
Schrecklich...mehr gibt es da nicht zu sagen...




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  Geschrieben am: 21.02.2007, 21:53
Traurig aber wahr, wer als Politiker Aufmerksamkeit braucht sucht sich ein Thema das auf Grund von Vorurteilen und Unwissen polarisiert. Eine Einstellung Kontra Drogen ohne Kompromisse und die sturre berzeugung das ledigliche unsere auf Verbote aufbauende Drogenpolitik ein vlliges aus dem Ruder laufen verhindern, damit kann man die selbst Leute ziehen die ansonsten nicht zu der konservativen Gattung gehren. Alleine das Wort Heroin zu erwhnen bedeutet ja schon von einigen Leuten erschrocken angeschaut zu werden. Wenn dann noch jemand kommt der Heroin legalisieren will (das es synthetisches Heroin ist wird ja meistens nicht erwhnt) der kann meist schon direkt einpacken und die Kameraden der CDU/CSU greifen die sich doch gerne als leichte Opfer ihrer unqualifizierten und oft auch fachlich unkorrekten uerungen ab. annoyed.gif




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  Geschrieben am: 22.02.2007, 5:24
Hmm die htten es wirklich bei dem Wort "Diamorphin" belassen sollen, denn Heroin bedeutet im Alltagsdeutsch Diacetylmorphin + X, wobei das "X" das schlimme ist, aber das peilen die Typies ja nicht.

Bearbeitet von Kybalion am 25.02.2007, 15:35




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