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XTC-Forum > News- Board > Niederländische Kommunen rebellieren


Geschrieben von: Admin am 8.01.2014, 10:37
Auf internationaler Ebene geht es voran mit der Cannabislegalisierung. Immer mehr Länder überdenken ihre Gesetzgebungen und passen sie gegebenenfalls an. In der Zwischenzeit geht es in dem Land, das einst für seine revolutionäre Cannabispolitik bekannt war bergab.
Seit 2010 stellt die Niederländische Partei VVD den Justizminister des Landes. Die Missionen des Ivo Opstelten: Probleme, die mit Cannabis in Verbindung gebracht werden können (Drogentourismus etc.) bekämpfen. Bisher hat der Minister allerdings nichts gelöst, im Gegenteil.
Ein gutes Beispiel ist der “Wietpas”. Direkt nach dessen Einführung im Jahr 2010 haben sich Nebenwirkungen manifestiert, die die Cannabisindustrie lange im Voraus prognostizierte. Touristen durften nicht mehr in der sicheren Umgebung eines Coffeeshops ihr Cannabis kaufen (http://weedseedshop.com/hanfsamen/weibliche-samen). Auch all jene, die sich nicht für einen solchen Pass registrieren lassen wollten, wurden direkt in die Arme von Straßendealern gelenkt. Ironischerweise diskutieren Coffeeshop-Besitzer und Regierung noch immer über den „Wietpass“. Dieser wurde aber bereits im November 2012 für gescheitert erklärt. Die Beschaffungskriminalität in den südlichen Regionen der Niederlande hatte stark zugenommen.

Die Politik von Opstelten erntet immer mehr Widerstand im Land, denn http://sensiseeds.com/de/blog/wie-lange-kann-ivo-opstelten-die-neufassung-des-cannabisgesetzes-noch-ignorieren/ funktioniert nicht. Gemeinden nehmen die Sache in eigene Hände. Die Niederländische Rundfunkanstalt NSO hatte vor kurzem das Ergebnis ihrer Untersuchungen publiziert, aus dem hervorgeht, dass fast 70% der größeren Städte des Landes für eine Regulierung des Cannabisanbaus sind.
Die Kommunen wollen die sogenannte “Hintertür” der Coffeeshops entkriminalisieren. Es mache einfach keinen Sinn, dass der Verkauf von Cannabis durch die „Vordertür“ toleriert wird, während dessen Ankauf noch immer illegal ist. Die Stadt Utrecht hat mit 17 anderen Städten ganz konkrete Pläne an Opstelten überreicht. Dabei geht es um ein Experiment mit Züchtern, die Coffeeshops exklusiv mit Cannabis beliefern sollen. Das durch Coffeeshops erworbene Cannabis soll auch versteuert werden. Schätzungen zufolge kauft die Industrie jährlich im Wert von 600 Millionen Euro Cannabis und Haschisch. Geld, dass im Moment komplett in der Unterwelt verschwindet.
Opstelten ist gezwungen, mit den lokalen Regierungen einen Dialog zu führen. Leider darf man nicht allzu viel Hoffnung schöpfen, hat er unlängst wieder deutlich gemacht, dass alle Formen der Regulierung von Cannabis unerwünscht und legal nicht durchführbar sind. Unter seiner Regierung wird es keine Experimente geben. Hoffentlich wird das demokratische System der Niederlande ihn zum Aufgeben zwingen oder ihm beweisen, dass er Unrecht hat.

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