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> 1.8. Hanfparade 2009 in Berlin - Fr eine freie Wa
  Geschrieben am: 27.07.2009, 1:06
Hanfparade 2009 Fr eine freie Wahl! (Pressemitteilung)

Am 1. August 2009 werden zum 13. Mal im Rahmen der Hanfparade Menschen in Berlin auf die Strae gehen, um fr den lngst berflligen Kurswechsel in der Cannabispolitik zu demonstrieren. Denen, die fr die Bundestagswahl kandidieren, soll gezeigt werden, da auch nach der Bundestagswahl eine Politik nicht hingenommen wird, die Menschen um ihren Arbeitsplatz, ihr Ansehen, ihre Gesundheit und ihre Freiheit beraubt. Die Gebraucher von psychotrop wirkenden Cannabisprodukten wollen sich von doppelmoralischen Gesundheitsaposteln und verlogenen Politikern ihre Selbstbestimmung nicht nehmen lassen und fordern von den Verantwortlichen gerechtes Handeln:

Das Recht eines jeden, eine heimische Pflanze fr seine persnlichen Bedrfnisse zu kultivieren.

Einen geregelten Verkauf fr Cannabisprodukte, um das Gesundheitsrisiko fr jeden Konsumenten kalkulierbar zu machen bisher ein Privileg der Alkohol- und Nikotinfreunde.

Objektive, und vor allem, glaubwrdige Aufklrung, die Mndigkeit vermittelt, kurz: Eine freie Wahl!

Mit der Hanfparade 2009 wird in der ffentlichkeit eine Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genumittel thematisiert mit Musik, Redebeitrgen, Diskussionen und Kreativitt!

Die Auftaktkundgebung zur Hanfparade 2009 beginnt um 13:00 Uhr am Berliner Fernsehturm.

http://www.hanfparade.de


Druckerfreundliche Version (PDF-Format, 103 KB, 6 Seiten):
http://www.eve-rave.net/abfahrer/presse/presse09-07-20.pdf

http://www.hanfparade.de/downloads/hanfpar...r-web-400px.jpg

Fr eine freie Wahl!

Die freie Wahl von politischen Parteien und Parlamentariern ist in freiheitlich-demokratischen Gesellschaften eine Selbstverstndlichkeit ein allgemein anerkanntes Brgerrecht. Die freie Wahl von Genumitteln wird in diesen Gesellschaften den Menschen jedoch verwehrt ein allgemein verweigertes Menschenrecht.

Die Wahlfreiheit darf sich jedoch nicht lediglich auf das Ankreuzen von Personen- und Parteinamen auf Wahlzetteln beschrnken, sondern vielmehr mu die freie Wahl der Mittel zur Persnlichkeitsentfaltung, des Lebensstils und des Genusses gewhrleistet sein. Dazu gehrt auch die freie Wahl des individuellen Umgangs mit Drogen als private und persnliche Art der Lebensgestaltung. Drogengebrauch gehrt zum intimen Bereich der Lebensgestaltung wie die Ernhrung oder die Familienplanung. Jeder Eingriff in diesen Bereich [der nicht der Unversehrtheit von Dritten dient] stellt eine unzulssige Einschrnkung der individuellen Freiheit dar und verletzt das Menschenrecht auf Schutz des Privatlebens [Allgemeine Erklrung der Menschenrechte, Art.12].

Die einzige Wahlfreiheit, die die aktuelle Drogengesetzgebung zult, ist die zwischen Koffein, Nikotin, Alkohol, Abstinenz oder Strafe. Die fehlenden strafrechtlichen Folgen des Konsums oder die Verfahrenseinstellungen bei Geringen Mengen ndern daran herzlich wenig. In diesem Bereich dienen das Fhrerscheinrecht, das Arbeitsrecht oder die Psychiatrisierung lngst als Ersatzstrafe.

Solange alle Vorbereitungshandlungen zum Konsum [Erwerb, Besitz, Anbau] kriminalisiert sind, ist die scheinbare Wahlfreiheit beim Konsum eine dreiste Mogelpackung. Unter dem Deckmantel der gesundheitlichen Frsorge wird sich in die Tasche gelogen, eine die Menschenrechte wahrende Gesellschaft zu sein. Diese gesundheitliche Frsorge steht ohnehin im Zwielicht in Anbetracht der Tatsache, da schwer kranke Menschen ihr zum Trotz der freien Wahl ihrer Heilmittel beraubt werden. Die gesundheitliche Frsorge scheint zudem vllig aus dem Fokus zu rcken, wenn diese Menschen ihre Leiden auf milde Art mit Cannabis zu stoppen versuchen und dabei krperliche Schden durch andere Medikamente vermeiden wollen dafr werden sie strafrechtlich verfolgt und eingesperrt, auf Kosten der Allgemeinheit. Die Betroffenen stehen also vor der freien Wahl zwischen schweren Nebenwirkungen von zugelassenen Medikamenten oder nachweislich geringerer Belastung von Cannabis, jedoch mit dem Risiko, die schweren Nebenwirkungen des Betubungsmittelrechts zu spren zu bekommen: Bruch mit dem Gesetz, Kriminalisierung, Strafverfolgung. Diese Art der freien Wahl ist menschenverachtend.

Eine freie Wahl worum es dabei auch immer geht setzt Sachkenntnisse ber das zur Wahl Stehende voraus. Nur gut Informierte sind fhig, mgliche erwnschte und unerwnschte Folgen der Entscheidung realistisch zu erfassen und abzuwgen [Risikomanagement]. Im Bezug auf Cannabis wird eine freie Wahl nicht nur durch Repression, sondern auch durch Desinformation verhindert. Durch Propaganda seitens des Staates und populistischer Medien werden bewute Unwahrheiten wie die Legende von der Einstiegsdroge oder dem Gen-Gras oder tendenzise Analysen kolportiert. Diese Propaganda ist zum Erhalt des Verbotes notwendig und deswegen wird es ihr im Gegensatz zu sachlicher Aufklrung nie an finanziellen Ressourcen oder Verbreitungswegen mangeln. In ihrer Unglaubwrdigkeit provoziert die Desinformation eine riskante Verharmlosung von Cannabis und anderen psychotrop wirkenden Substanzen bei der Konsumenten.

Bleiben die Horrorszenarien, die sie zu vermitteln versucht, in der erlebten Realitt junger Menschen, die Cannabis konsumieren oder es probieren wollen, aus, so werden sie mitrauisch und somit schwerer erreichbar, auch, wenn es um durchaus realistische Risiken des Konsums geht. Verteufelung von einer sachlichen Information zu unterscheiden wird erschwert. Das verleitet nicht selten dazu, nur an das zu glauben, an was man glauben will. Infolge dessen werden tatschliche Folgen des Cannabiskonsums unterschtzt oder gar nicht erst beachtet wahrlich kein gesundes Fundament fr ein effektives Risikomanagement zum Gesundheitsschutz. So generiert sich das Cannabisproblem aus politischer Propaganda.

Jeder mu in seiner Art genieen knnen, jedoch so, da keiner auf Unkosten eines andern genieen oder ihn in seinem eigentmlichen Genu stren darf.

Zur Gefhrlichkeit von Haschisch und Gras

Als die Universitt Bristol im Mrz 2007 die Studie von David Nutt und seinem Forscherteam verffentlichte, in der festgestellt wurde, da Alkohol wesentlich gefhrlicher sei als Cannabis, vermeldeten die meisten Medien diese Erkenntnis als neu. Das Forscherteam umfate 40 Drogenexperten, darunter Chemiker, Pharmazeuten, Psychiater, andere rzte und Polizisten, und stufte 20 gngige Drogen nach ihrer Gefhrlichkeit ein. Als im Frhjahr 1998 in einem Kommissionsbericht zur Bewertung des Gefahrenpotentials von Drogen unter Leitung von Professor Bernard Roques (Abteilungsdirektor des Nationalen Instituts fr Gesundheit und medizinische Forschung) an den Franzsischen Staatssekretr fr Gesundheit das Gefahrenpotential von Alkohol hher eingeschtzt wurde als das von Cannabis, zeigten sich die meisten Medien von dieser Tatsache berrascht, obwohl diese Tatsache seit langem bekannt ist.

Bereits am 29. August 1991 stellte der Kassationshof des Schweizer Bundesgerichtes in einem Verfahren gegen die Staatsanwaltschaft des Kantons Zrich (Nichtigkeitsbeschwerde BGE 117 IV 314 S. 321) fest, da es eindeutig widerlegt sei, da Haschisch eine Einstiegsdroge sei und da das Abhngigkeitspotential und die Fhigkeit, soziale und psychische Folgen zu verursachen, bei Haschisch deutlich schwcher sei als bei andern Drogen wie Morphin, Heroin, Amphetamin, Kokain und Alkohol. Dabei bezog das Gericht auf Studien von Prof. Hans Kind, Direktor der psychiatrischen Poliklinik Zrich, der 1985 entsprechende Untersuchungsergebnisse verffentlichte sowie aus Studien der Professoren Kielholz, Ladewig und Uchtenhagen, die in ihrem Gutachten zuhanden des Obergerichts des Kantons Zrich vom 26. September 1978 (verffentlicht in Schweiz. Rundschau fr Medizin 68/1979, S. 1687 ff.) entsprechende Feststellungen machten.

Es gibt jedoch noch weit ltere Untersuchungen, in denen festgestellt wurde, da Haschisch signifikant weniger gefhrlich ist als Alkohol, so der Indische Hanfdrogen-Report (Bericht der Indischen Hanfdrogen-Kommission) von 1893/94. Weder die Auftraggeber noch die den Auftrag erfllenden Forscher waren Haschisch-Freunde. Gerade deswegen erscheint jedes Mitrauen in die Ergebnisse dieser Untersuchung unangebracht. Die Ergebnisse knnen nmlich fr sich in Anspruch nehmen, so etwas wie der Konsensus der Wissenschaft zum Thema Haschisch zu sein. So heit es im Abschnitt 490 des Indischen Hanfdrogen-Reports, da Oberst Hutchinson, der oberste britische Kolonialbeamte von Lahore, erklrte: Soweit ich die Sache beurteilen kann, sind die Auswirkungen des Alkohols viel schlimmer. Der hchste Verwaltungsbeamte von Allahabad, J. B. Thomson, erklrte: Ich kann nicht sagen, da die Hanfdrogen in hnlichem Ausma mit der Kriminalitt zusammenhngen wie der Alkohol, wobei ich nicht nur an die Verhltnisse in Europa denke, denn auch unter den Eingeborenen hier bei uns fhrt der Alkohol weit eher zu Verbrechen als die Hanfdroge. Und Oberst Bowie erklrte beispielsweise, da er bei zahlreichen Prozessen Recht gesprochen habe, wo schwere Vergehen bis hin zum Mord auf Alkoholeinflu zurckzufhren waren, da ihm aber in seiner langen Praxis kein Fall vorgekommen sei, bei dem hnliche schwere Delike auf Bhang oder Ganja zurckzufhren gewesen wren.

Fr die Indischen Hanfdrogen-Kommission waren diese Ergebnisse nicht im Sinne ihres Vorhabens, ein Hanfverbot zu begrnden und durchzusetzen. So heit es im Abschnitt 497: Diese Sachlage ist natrlich fr die Kommission recht unbefriedigend, aber doch insofern aufschlureich, als daraus gefolgert werden darf, da gewohnheitsmiger mavoller Genu von Hanfdrogen keine schdlichen Folgen, was psychische und moralische Schden anbetrifft, zeitigt. Kurzum kann heute festgestellt werden, da bereits vor mehr als 100 Jahren Untersuchungen gezeitigt haben, da der Genu von Haschisch und/oder Gras, weniger Schden verursacht als Alkohol, eine Erkenntnis, die die Bundesregierung Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts nicht publiziert wissen wollte, wie im nchsten Abschnitt dargestellt wird.

THE LANCET (23.03.07): Ein vernnftiger Mastab zur Bewertung der Gefahren von Drogen
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/869099

B. Roques: Probleme durch das Gefahrenpotential von Drogen, Bericht der Kommission unter Leitung von Professor Bernard Roques fr den Franzsischen Staatssekretr fr Gesundheit (bersetzung aus dem Franzsischen: Bundessprachenamt Referat SM II 2), Paris 1998; Vgl.: H. Schuh: Alkohol Opium frs Volk. Wie franzsische Wissenschaftler die Gefhrlichkeit der gngigsten Suchtmittel bewerten, in: Die Zeit Nr. 28 vom 2. Juli 1998, S.31

Schweizer Bundesgericht
http://www.bger.ch BGE 117 IV 314 S. 314 ff.

Hans Kind: Die Gefhrlichkeit der Drogen und die heutige Drogenpolitik, NZZ Nr. 142 vom 22./23. Juni 1985, S. 39

Bericht der Indischen Hanfdrogen-Kommission 1893/94, zitiert nach: Rudolf Walter Leonhardt: Haschisch-Report Dokumente und Fakten zur Beurteilung eines sogenannten Rauschgiftes, Mnchen 1970 (ISBN: 3-492-01818-1)

Manipulation und Informationsunterdrckung
Im Jahre 1969 kritisierte im Vorfeld der Umwandlung des Opiumgesetzes (Hchststrafe 3 Jahre) in das Betubungsmittelgesetz (BtMG, Hchststrafe seinerzeit 10 Jahre, heute 15 Jahre) nicht nur der politisch der Studentenbewegung nahestehende Spiegel das Cannabisverbot, auch die als liberal geltende Wochenzeitung Die Zeit forderte Ende 1969 in einer Artikelserie die Legalisierung oder zumindest die Entkriminalisierung der zum Konsum notwendigen Vorbereitungshandlungen. Im November 1969 legte zudem der Mnchner Rechtsanwalt Hermann Messmer Verfassungsbeschwerde gegen das Cannabisverbot ein, die er mit der erwiesenen Ungefhrlichkeit der Droge und der dadurch im Vergleich zur Alkohol willkrlichen Aufnahme ins Opiumgesetz begrndete. Vorausgegangen war ein Urteil des Bayerischen Obersten Landgerichts vom 27. August 1969, das die Strafbarkeit des Erwerbs von Cannabis als verfassungskonform ansah (RReg. 4a St 81/69). In seiner Begrndung sttzte sich das Gericht auf einen Tagungsbericht der Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen, der Cannabis als eine suchterzeugende Substanz beschrieb, die erhebliche Probleme fr die Volksgesundheit darstellt. Das Bundesverfassungsgericht schlo sich dieser Auffassung an und lehnte die Beschwerde Messmers am 17. Dezember 1969 ab.

Am 4. Juni 1970 informierte Gesundheitsministerin Kte Strobl (SPD) den Bundestag ber die Regierungsplne zur Schaffung eines neues Betubungsmittelgesetzes, am 13. Juli 1970 prsentierte sie dem Bundeskabinett einen Referentenentwurf, der zwischen den Ministerien abgestimmt und am 12. November vom Kabinett beschlossen wurde. Ziel des Entwurfs war bei den Regelungen betreff Cannabis eine zum Teil erhebliche Erweiterung der Strafrahmen, um das Gesetz damit zu einem wirkungsvollerem Instrument bei der Bekmpfung der Rauschgiftsucht zu machen (Deutscher Bundestag 1971: 1). Zugleich verabschiedete das Kabinett unter Federfhrung des Ministeriums fr Jugend, Familie und Gesundheit ein Aktionsprogramm zur Bekmpfung des Drogen- und Rauschmittelgebrauchs mit ergnzenden Manahmen, die vor allem eine Verstrkung der Repression von Handel und Schmuggel zum Inhalt hatten. An zweiter Stelle stand eine zentral organisierte Kampagne zur Aufklrung der Bevlkerung. Neben der offenen Aufklrung umfate die Kampagne auch verdeckte ffentlichkeitsarbeit, bei der die Bundesregierung gezielt nicht als Absender der Information in Erscheinung trat, um den Eindruck einer allgemeinen Trendwende gegen den Cannabiskonsum zu erwecken. So stellte sie etwa Schlerzeitungen und anderen Printmedien kostenlos anonyme Artikel und Rundfunkanstalten Funkspots und Abschreckungsfilme zur Verfgung, die fr das Publikum wie redaktionelle Beitrge aussehen sollten. Durch Tuschung sollte somit die Meinung der Bevlkerung manipuliert werden.

Aufgrund eines schriftlichen Appells von Gesundheitministerin Kte Strobl befate sich der Deutsche Presserat Anfang Juni 1972 mit dem Thema Drogen und forderte die Redaktionen auf, bei der Behandlung der Drogen- und Rauschmittelgefahren auf eine sensationelle Berichterstattung ebenso zu verzichten wie auf jede Bagatellisierung der Verwendung von Rauschmitteln. Am 17. Juni 1972 wandte sich zudem der Parlamentarische Staatssekrett Heinz Westphal (SPD) in einem Brief an Ernst Klett, den Vorsitzenden des Brsenvereins des Deutschen Buchhandels, mit der Bitte, eine vergleichbare Entschlieung fr den Buchhandel anzuregen, da Bcher wie der Haschisch-Report des Zeit-Redakteurs Rudolf Waler Leonhardt eine mit Sicherheit ... groe Anzahl Jugendlicher zum Konsum von Cannabis verfhrt htten. Die formal begrndete Ablehnung Kletts bezeichnete das Ministerium als enttuschend. Versuche von Zensur scheinen in der Drogenpolitik in Deutschland eine lange Tradition zu haben.

Das britische Fachmagazin New Scientist hat im Februar 1998 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgeworfen, eine Studie unter Verschlu zu halten, wonach Haschisch weniger gefhrlich sei als Alkohol und Tabak. Die WHO wies dies am 18. Februar 1998 zwar zurck, doch besttigte die WHO-Expertin Maristela Montero, da der betroffene Abschnitt in einem im Dezember 1997 publizierten WHO-Papier gestrichen wurde. Die Analyse sei ... mehr spekulativ als wissenschaftlich gewesen, erklrte sie dazu. Bemerkenswert ist hierbei, da seit Ende des 19. Jahrhunderts jedoch bekannt ist, da durch den Konsum von Alkohol mehr Schden nachgewiesen werden knnen, als durch den Konsum von psychotrop wirkenden Cannabisprodukten. Offenbar wird bei der WHO einfach das, was nicht ins politische Konzept pat, einfach wegzensiert.

Die Publikation der grten Studie zu Kokain, die auf diesem Planeten erstellt wurde und das schon in den frhen 90er Jahren von der UN Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von dem UN Inter-Regionalen Kriminalitts- und Justiz Forschungsinstitut (UNICRI) bezahlt, wurde auf Druck der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) unterdrckt. Dies passierte, als klar wurde, da in dem Bericht Fakten genannt werden, die direkt kontrr sind zu den Mythen, Stereotypen und Propaganda die der Krieg gegen die Drogen gebracht hatte. 1995 wurde von der Regierung der USA gedroht, die Finanzierung fr die WHO einzustellen, wenn der Report verffentlicht werde. Offensichtlich ist die WHO nicht in der Lage, die Weltbevlkerung sachlich und seris zu informieren. Deshalb sollte der WHO der Bereich Drogen entzogen werden und einer anderen UN-Organisation anvertraut werden, beispielsweise der UNESCO, die fr das Weltkulturerbe verantwortlich ist, da die Riten des Gebrauchs psychotroper Substanzen Teil des Weltkulturerbes sind.

Verena Schmidt: "Alte" Politik gegen "neue" Drogen? Cannabis in den 60ern/70ern und Ecstasy in den 90ern: zwei bundesdeutsche "Jugenddrogen"-Debatten im Vergleich, Hg.: akzept e.V. & Trimbos-Institut & INDRO e.V., Berlin 1998 (ISBN 3-86135-080-7)

Schweizerische Depeschenagentur (SDA): Hasch-Studie zu positiv, Meldung vom 18. Februar 1998

Der WHO-Kokain Report, den DU nicht sehen sollst (verffentlicht am 22. Juni 2009 von tribble)
http://www.hanfplantage.de/der-who-kokain-...llst-22-06-2009

Drogen weg von der WHO hin zur UNESCO

Nicht die WHO und das UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime), sondern die UNESCO soll die UNO-Organisation sein, die fr Drogen verantwortlich sein soll.Die Organisation der Vereinten Nationen fr Erziehung, Wissenschaft und Kultur (englisch United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, UNESCO) ist eine Internationale Organisation und gleichzeitig eine der 16 rechtlich selbststndigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen (UN). Sie hat ihren Sitz in Paris (Frankreich). Derzeit sind 193 Staaten in der UNESCO vertreten. Das von der UNESCO erfate Welterbe setzt sich aus dem Weltkulturerbe und dem Weltnaturerbe zusammen und wird allgemein als UNESCO-Welterbe bezeichnet. Grundlage ist das 1972 in Paris verabschiedete bereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt, das 1975 in Kraft trat. Die UNESCO hat in drei Proklamationen in den Jahren 2001, 2003 und 2005 insgesamt 90 besonders erhaltenswerte immaterielle Kulturgter aus allen Weltregionen zu Meisterwerken ernannt und 2003 ein bereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes getroffen. Nachdem 30 Staaten es ratifiziert hatten, trat es zum 20. April 2006 in Kraft. Mit dem Programm Meisterwerke des mndlichen und immateriellen Erbes der Menschheit wird das Welterbeprogramm ergnzt.

Laut dem UNESCO-bereinkommen zhlen zum immateriellen Kulturerbe Praktiken, Darbietungen, Ausdrucksformen, Kenntnisse und Fhigkeiten sowie die damit verbundenen Instrumente, Objekte, Artefakte und Kulturrume , die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Individuen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen. In dem bereinkommen heit es: Dieses immaterielle Kulturerbe, das von einer Generation an die nchste weitergegeben wird, wird von Gemeinschaften und Gruppen in Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, ihrer Interaktion mit der Natur und ihrer Geschichte fortwhrend neu geschaffen und vermittelt ihnen ein Gefhl von Identitt und Kontinuitt. Auf diese Weise trgt es zur Frderung des Respekts vor der kulturellen Vielfalt und der menschlichen Kreativitt bei.

Der Gebrauch psychotrop wirkender Substanzen findet im allgemeinen gemeinschaftlich in speziellen Kulturrumen statt und wird von den praktizierenden Psychonautikern als festen Bestandteil ihrer Lebenskultur respektive ihres Kulturerbes angesehen. Die Kunst der Psychonautik wie auch die dazugehrigen Einweihungsriten werden bis heute von einer Generation an die nchste weitergegeben. Die Riten werden von Gemeinschaften und Gruppen in Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, ihrer Interaktion mit der Natur und ihrer Geschichte fortwhrend neu geschaffen und vermitteln den daran teilhabenden Menschen ein Gefhl von Identitt und Kontinuitt. Auf diese Weise tragen die unterschiedlichen Riten fr den Gebrauch unterschiedlich wirkender Substanzen im Bereich der Psychonautik zur Frderung des Respekts vor der kulturellen Vielfalt und der menschlichen Kreativitt bei. Gem Definition im UNESCO-bereinkommen gehren somit die Riten aus dem Bereich der Psychonautik eindeutig zum Weltkuturerbe und gehren somit auch in den Schutzbereich des UNESCO-bereinkommens.

Das bereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes aus dem Jahre 2003 definiert als immaterielles Kulturerbe Praktiken, Darbietungen, Ausdrucksformen, Kenntnisse und Fhigkeiten sowie die damit verbundenen Instrumente, Objekte, Artefakte und Kulturrume, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Individuen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen. Man hat sich also fr Arbeitsdefinitionen entschieden, die neben der Beschreibung der Kulturformen den Aspekt der Lebensfhigkeit des immateriellen Kulturerbes und seine Bedeutung fr die jeweiligen Gesellschaften ins Zentrum rcken.

Die Riten der Psychonautik (dazu zhlen auch die zahlreichen Riten des Kiffens) sind ein immaterielles Kulturerbe. Die Lebensfhigkeit dieser Riten kann nur gewhrleistet werden, wenn es fr die Zelebrierung dieser Riten geschtzte Rume gibt. Diese Gewhrleistung ist heute nicht gegeben, da in den allermeisten Staaten dieser Welt der Umgang mit psychotrop wirkenden Substanzen strafrechtlich verfolgt wird und Orte, wo diese Riten zelebriert werden, nicht selten von der Polizei heimgesucht werden. Ursache hierfr ist die Tatsache, da die Naturwissenschaft, insbesondere die Medizin, derzeit bewutseinserweiternde Erfahrungen als rein subjektive Erfahrungen einstuft. Bewutseinserweiternde Erfahrungen sind noch nicht einer wissenschaftlichen Untersuchung zugnglich und ber ihren Erlebniswert hinaus haben sie fr Schulmediziner keine objektiv diskutierbare Bedeutung. Das Persistieren bewutseinserweiterter Zustnde wird aus medizinischer Sicht manchmal auch als krankhaft betrachtet.

In der Medizin und im Rechtswesen werden psychotrop wirkende Substanzen oft unter dem Oberbegriff Betubungsmittel subsummiert, obwohl viele dieser Substanzen keine betubende Wirkung entfalten knnen. Der medizinische Fachausdruck fr Betubungsmittel Ansthetikum ist aus der Negationsform an-aisthtiks abgeleitet und bedeutet nicht fhlbar, nicht empfindbar und nicht wahrnehmbar. Der Begriff sthetik kommt von griechisch aisthstai (fhlen, empfinden und wahrnehmen), respektive von aisthtiks (zum Wahrnehmen fhig).Ein bereits vor Beginn eines auergewhnlichen Bewutseinszustandes gegebenes hohes Potential der Empfindungsfhigkeit fr das sinnlich wahrnehmbar Schne (sthetische) verstrkt die Wahrscheinlichkeit einer intensiven Erlebnisfhigkeit bei einer psychonautischen Reise. Da LSD beispielsweise die Erlebnisintensitt im gleichen Bereich verstrkt, und zwar deutlich, hat LSD eine starke Wesensverwandtschaft mit der Eigenschaft zur erhhter Feinfhligkeit und Empfindsamkeit, also etwas, das ein sensibles und gut funktionierendes Nervensystem voraussetzt. LSD bewirkt somit haargenau das Gegenteil von dem, was man von einem Betubungsmittel (Ansthetikum) erwartet, eine Minderung oder Ausschaltung der sensorischen Feinfhligkeit.

Wie schon erwhnt, ist der Fachbegriff fr Betubungsmittel, Ansthetikum, als Negation zum Begriff sthetik gebildet worden und bedeutet nicht empfinden, nicht wahrnehmen. Es ist somit vllig widersprchlich und unlogisch, LSD als Betubungsmittel zu bezeichnen, da diese Substanz die Sinne anregt und das Wahrnehmungsspektrum stimuliert und erweitert und nicht, wie ein echtes Betubungsmittel, das Potential fr Reizempfindungen dmpft und betubt. LSD ist ein sthetikum und kein Ansthetikum.

Die heutige Betubungsmittelgesetzgebung basiert somit auf falschen Vorgaben respektive falschen Voraussetzungen, was ein gewichtiger Grund fr ihre Ineffizienz ist. Statt die Gebraucher psychotrop wirkender Substanzen zu diskriminieren sollte man in einem kulturell eingebetteten Rahmen den Umgang mit diesen Substanzen zulassen. Hierbei gilt es Drogenkompetenz und Drogenmndigkeit zu frdern, damit ein vernnftiges Risikomanagement zur Schadensminderung machbar wird. Zudem mu es fr die Riten der Psychonautik geschtzte Rume geben, damit das Erfahrungswissen betreffend psychotroper Substanzen und ihrer Wirkungen weitergegeben werden kann. Nur so kann das Individuum auf lange Sicht Drogenautonomie erlangen. Autonomie respektive Selbstbestimmung ist das Gegenteil von Abhngigkeit respektive Fremdbestimmung. Drogenautonomie ist somit das Gegenstck zu Drogenabhngigkeit und zur Drogenautonomie gehrt die Tradierung der psychonautischen Riten, damit dieses Erfahrungswissen respektive dieses immaterielle Kulturerbe weiterhin von Generation zu Generation weitervererbt werden kann.

Immaterielles Kulturerbe findet sich in vielen Bereichen gesellschaftlicher Praktiken, Rituale und Feste; zum Beispiel Bruche, Traditionen und Spiele im Zusammenhang mit Jahreszeiten oder Naturphnomenen, Umzge, Paraden, Prozessionen, Fastnachtsbruche, traditionelle Lebensweisen und Fertigkeiten. Auch Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum gehren dazu; zum Beispiel Kosmologien, Wissen ber Heilpflanzen und ihre Anwendung, Aussaatkalender. Alle hier genannten Bereiche wurden und werden im Rahmen des UNESCO-Welterbes seitens diverser Regierungen diskutiert, der Bereich der psychonautischen Riten fehlt jedoch in den amtlichen Auflistungen, obwohl diese Riten zu den ltesten Traditionen des kulturellen Welterbes zhlen.

Die Riten des Kiffens sind psychonautische Riten und gehren deshalb von der UNESCO als Weltkulturerbe geschtzt und nicht von irgendwelchen Behrden diskriminiert und repressiv behandelt. Kiffen und die Vorbereitungshandlungen dazu sind Teil einer weltumspannenden Kultur an der Hanfparade wird dafr demonstriert, da die UNO, die Bundesregierung und die Behrden dies zur Kenntnis nehmen, respektieren und akzeptieren.

Die letzten Abstze dieser Pressemitteilung sind dem Abschnitt Das Weltkulturerbe der Psychonautik aus dem Manuskript von Hans Cousto zur Festschrift 25 Jahren Nachtschatten Verlag entnommen.
http://25.nachtschatten.ch/wiki/index.php/Intro


Berlin, den 20. Juli 2009
Redaktion Webteam Eve & Rave e.V. Berlin
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